Prof. Rebecca Saunders

Vita

Prof. Saunders ist seit 2014 beaurlaubt.
Prof. Saunders has been on leave since 2014.

Rebecca Saunders
(* 19. Dezember 1967, London)

Rebecca Saunders studierte Komposition bei Nigel Osborne an der Universität Edinburgh sowie bei Wolfgang Rihm an der Musikhochschule Karlsruhe und erhielt zahlreiche Kompositionspreise, u. a. den Ernst-von-Siemens-Förderpreis für Komposition, den Förderpreis der Akademie der Künste Berlin, den „musica viva“-Kompositionspreis der ARD und BMW AG, den Paul-Hindemith-Preis, den Royal Philharmonic Society Composition Award 2008 für Kammermusik sowie den von der GEMA verliehenen Deutschen Musikautorenpreis für Instrumentalmusik. 2009 wurde sie zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste gewählt. In der Spielzeit 2009/10 war sie „Capell-Compositeur“ der Staatskapelle Dresden. 2011 wurde sie als „Fellow” am Wissenschaftskolleg in Berlin nominiert.

Als Dozentin war Rebecca Saunders seit 2000 mehrmals bei den Darmstädter Ferienkursen, seit 2011 bei der „impuls“-Akademie in Graz sowie seit 2007 bei den Musiktagen in Ostrava tätig. Saunders’ Werke sind international auf zahlreichen CDs bei renommierten Labels erschienen. Gegenwärtig lebt sie in Berlin.

Seit 2003 hat Rebecca Saunders ihr Gattungsspektrum stetig erweitert: Bei chroma (2003- 2013) handelt es sich um eine Collage von 6-23 im Raum verteilten Instrumentengruppen und Klangquellen. Seit der Uraufführung sind 19 neue Fassungen für sehr unterschiedliche Aufführungsorte entstanden. Dabei bestimmten die architektonischen Gegebenheiten jeweils die Anordnung der einzelnen Kammermusik-Gruppen, so dass jedem Solisten und Ensemble die Rolle eines Protagonists in einer Art abstrakten instrumentalem Theater zukommt. Die Musik zur choreografischen Installation insideout entstand in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz.

Bei jüngeren Kompositionen wie Stirrings Still I und II, murmurs (2009) sowie Stirrings (2011-2012) handelt es sich um leise und fragile Collagewerke, in denen Saunders ihre Beschäftigung mit dieser Technik fortsetzt. Ihre komplexe und großangelegte Raumcollage Stasis für 16 Solisten kam im Oktober 2011 in Donaueschingen zur Uraufführung und wurde in der Folge Europaweit gespielt.

 
(Foto:Katrin Schander)

Zuletzt bearbeitet: 04.12.2017

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