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Fr, 06. Nov. 2026, 11.00-13.00 Uhr | Neues Haus 1 | Raum 304 | Eintritt frei
FOKUS auf Sem Wendt
„Nicht-menschliche Kreativität: Musik und neuronale Netze“
Sem ist Komponist, Multiinstrumentalist und Softwareentwickler. Tief verwurzelt in der DIY-Kultur und den Traditionen der westlichen zeitgenössischen sowie der improvisierten Musik des 20. Jahrhunderts, liegt der Fokus insbesondere auf algorithmischen Prozessen sowie interaktiven und expressiven Systemen.
Früher selbst Studierender am Incontri-Institut lehrt Sem mittlerweile an der Staatliche Hochschule für Musik Trossingen und forscht künstlerisch insbesondere zu den Themen maschinelles Hören, nicht-menschliche Kreativität, autonome musikalische Agenten & metamoderne Ästhetik.
Im Vortrag wird neben einem geschichtlichen und ästhetischen Überblick über die Verwendung von 'machine learning' und generativen Algorithmen auch ein Einblick in den eigenen Einsatz (intelligenter) Systeme gegeben, die unter dem Label 'KI' zusammengefasst werden können.
Weitere Informationen: https://16161d.net/
Do, 19. Nov. 2026, 15.00-17.00 Uhr | Neues Haus 1 | Raum 305 | Eintritt frei
FOKUS auf Einar Torfi Einarsson
Die Musik des gebürtigen Isländers Einar Torfi Einarsson wird weltweit aufgeführt und ausgestrahlt.
Er studierte Komposition an der Musikhochschule Reykjavík bei Hróðmar I. Sigurbjörnsson, Kjartan Ólafsson und Guðmundur Hafsteinsson sowie u.a. bei Fabio Nieder am Conservatorium van Amsterdam und bei Beat Furrer an der Kunstuniversität in Graz. Er promovierte in Komposition an der University of Huddersfield, wo er bei Aaron Cassidy, dem jetzigen Leiter unseres Incontri-Instituts, studierte
Von 2010 bis 2011 arbeitete er als Dozent für Komposition an der University of Huddersfield. Von 2013 bis 2014 war er Forschungsstipendiat am Orpheus Research Centre in Music (ORCiM) in Gent und ist derzeit Professor für Komposition an der Iceland University of the Arts.
In seiner Musik stehen Intensität, Differenz und Instabilität im Mittelpunkt, sei es als klangliche Struktur, als performative Herausforderung oder als konzeptionelle Auseinandersetzung. Seine jüngsten musikalischen Arbeiten beschäftigen sich experimentell mit Notation, der Körperlichkeit der Aufführung sowie nicht-linearen und nicht-teleologischen Strukturen.
Im Vortrag stellt er eigene Werke vor.
Weitere Informationen: https://einartorfieinarsson.com
Do, 26. Nov. 2026, 15.00-17.00 Uhr | Neues Haus 1 | Raum 305 | Eintritt frei
FOKUS auf Klaus Lang
Der gebürtige Grazer Klaus Lang studierte bei Hermann Markus Preßl und Beat Furrer Komposition und Musiktheorie sowie bei Otto Bruckner das Konzertfach Orgel in Graz. Weitere Studien führten ihn zu Younghi Pagh-Paan nach Bremen.
Der Komponist, Autor und Organist war zunächst Professor mit Schwerpunkt kirchliche Komposition an der Kunstuniversität Graz und ist seit 2024 Professor für Tonsatz und Kirchliche Komposition am Institut für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Als Komponist und Organist ist er regelmäßig Gast bei Festivals für Neue Musik.
Musik ist für ihn keine Sprache, die der Kommunikation außermusikalischer Inhalte dient, sondern ein freies, für sich stehendes akustisches Objekt. Wenn Klang nur Klang ist und auf nichts Anderes verweisen soll, dann wird er als das wahrnehmbar, was er eigentlich ist, nämlich als ein zeitliches Phänomen, als hörbare Zeit. Die Zeit als das eigentliche Material des Komponisten ist für Lang zugleich zentraler Gegenstand der Musik. Musikalisches Material ist durch das Klingen wahrgenommene Zeit, der Gegenstand von Musik das hörende Erlebnis von Zeit. Musik ist hörbar gemachte Zeit.
Im Vortrag stellt Klaus Lang eigene Werke vor.
Zuletzt bearbeitet: 31.07.2026
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